2. Reparaturkosten

Im Zuge eines jeden Verkehrsunfalls entstehen am Fahrzeug Schäden, die der Berechtigte reparieren lassen kann.

Die Kosten der Reparatur können der Gegenseite in Rechnung gestellt werden, allerdings ist es höchst selten, dass die gegnerische Versicherung alle Schäden komplett zahlt, denn die Versicherung hat ein Interesse daran, so wenig Reparaturkosten wie möglich zu erstatten. Dieses Interesse ist zwar nachvollziehbar, allerdings darf das nicht zu Ihren Lasten gehen.

Oftmals wird der Verkehrsunfall so dargestellt, dass Sie ein Mitverschulden am Unfall trifft oder Sie sich zumindest die von Ihrem Fahrzeug ausgehende Betriebsgefahr auf den Schadensersatzbetrag anrechnen lassen müssen.

Weiterhin kann es Probleme bereiten, wenn die Kosten für die Reparatur den Wert des Fahrzeugs übersteigen, denn in diesem Fall könnte sich die Reparatur als unwirtschaftlich erweisen. Jedoch gewährt die Rechtsprechung dem Geschädigten in diesen Fällen die Reparatur des Wagens zu, soweit ein bestimmter Wert nicht überschritten wird.

Um bei diesen komplizierten Sachverhalten nicht Gefahr zu laufen, dass Sie letztlich auf den Kosten sitzen bleiben, ist es erforderlich, dass Sie möglichst frühzeitig einen Rechtsanwalt mit der Vertretung Ihrer Interessen beauftragen, damit beispielsweise durch die Einholung eines neutralen Sachverständigengutachtens abgeklärt werden kann, wie hoch die Kosten der Reparatur sind und ob diese Kosten vom Gegner ersetzt verlangt werden können.

Im Zuge der Beauftragung eines Sachverständigen kann der Rechtsanwalt darauf hinweisen, dass nicht nur die Kosten für die notwendigen Reparaturen berechnet werden, sondern gleichzeitig der durch den Verkehrsunfall eingetretene Minderwert des Fahrzeugs ermittelt wird.

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